Dieses Formular kann sowohl für eine verbindliche Anmeldung, als auch für eine provisorische Reservation genutzt werden.
Nach unserer Ankunft in Osch erkunden wir die Stadt und ruhen uns einige Stunden im Hotel aus. Wir übernachten in Osch.
Wir holen die Motorräder. Die heutige Tagestour führt uns zuerst zum Papansee, dem Wasserreservoir von Osch. Auf unbefestigten Schotterpisten fahren wir durch ein grünes Tal und anschliessend über einen der vielen Pässe südlich der Stadt. Auf der gut ausgebauten Strasse, welche von China und Tadschikistan her kommt, fahren wir am Nachmittag zurück nach Osch in unser Hotel.
Heute sind wir zuerst auf der Hauptstrasse von Osch nach Bischkek unterwegs. Unterwegs besuchen wir in Ozgen Mausoleen und ein Minarett aus der Zeit der ersten islamischen Präsenz in dieser Region. Auf der Schnellstrasse Richtung Bishkek nehmen wir die Abzweigung nach Arslanbob. Dieses Dorf befindet sich im grössten zusammenhängenden „Walnusswald“ der Welt.
Nach einem feinen Frühstück verabschieden wir uns von den freundlichen Gastgebern. Wir fahren zurück auf die Schnellstrasse und schon bald ein Tal hoch an Erdölpumpen vorbei nach Mailu-Suu. Wir informieren uns vor Ort über den früheren Uranabbau und die problematischen Altlasten an den vermeintlich idyllischen Berghängen. Unser Tagesziel ist ein Hotel direkt am riesigen Toktogul-Stausee. Der Blick über den See in die malerischen Hügel auf der andern Seite ist herrlich. Einige von uns schwimmen eine Runde im See.
Nach 50km Asphalt geht es in die Berge über sehr einsame Schotterwege. Der letzte 3000er Pass ist für das Begleitfahrzeug eine Herausforderung. Der sehr rauhe Weg ist nur zum Bau und Unterhalt einer Hochspannungsleitung gebaut worden und wird minimal unterhalten. Die Fahrt runter ins Tal mit roten Felsen und einem bläulichen Bergfluss dauert lange. Wir kommen müde und glücklich in Kyzyl-Oi an und schlafen in einem komfortablen Homestay.
Unsere heutige Wegstrecke führt uns von Kyzyl-Oi ins abgelegene Jurtencamp zum 3000m hohen Songkölsee, wo es weder Telefonempfang noch Strom gibt. Wir fahren durch eine idyllische Schlucht und einen Pass über unendliche Edelweiss-Wiesen zum Camp. Dieser herrliche See liegt auf einer gigantischen Hochebene auf 3000 m ü. M., wo kirgisische Hirten während den Sommermonaten ihre Herden weiden lassen. Die Nächte hier sind meist kalt und sternenklar, ein Blick zum Himmel lohnt sich.
Wir fahren über spannende Schotterpisten weiter nach Kochkor. Nach Möglichkeit besuchen wir eine kirgisische Teppichproduktion. Diese Filzteppiche – genannt Shyrdak – werden in dieser Gegend meistens in Heimarbeit hergestellt. Wir fahren entlang dem riesigen Yssikölsee nach Tosor, in ein Hotel direkt am breiten Sandstrand des “Kirgisischen Meeres”. Nach den strengen Offroadetappen sind einige längere Asphaltpassagen willkommen.
Heute folgt eine weitere Passfahrt, diesmal über den über den Tosorpass. Innert rund zwei Stunden fahren wir zum Teil über groben Schotter hoch bis auf 3900m. Nach dem rauhen Pass öffnet sich ein riesiges, menschenleeres Tal. Durch mehrere wilde Flüsse und eine unberührte, gigantischen Bergwelt fahren wir immer weiter bis Naryn. Kurz vor der Mittagspause durchqueren wir einen tieferen Bergfluss, der je nach Wasserstand etwas herausfordernd sein kann. Plötzlich hat es an den Berghängen Fichten und man fühlt sich fast ein wenig wie in Europa, nur ist die Gegend kaum besiedelt. Die Landschaft ist atemberaubend schön und der Tag ist lang. Diese Tagesetappe ist ein Highlight. Sie fordert uns aber erheblich, besonders auch die Flussquerungen und der stellenweise lose Schotter auf dem Weg.
Wir holen in Naryn unsere „Borderzone-Permits“, Spezialbewilligungen zur Fahrt an die Chinesische Grenze. Schon bald verlassen wir die gut ausgebaute Asphaltstrasse und fahren über holperige Schotterwege an einem Checkpoint des Militärs vorbei Richtung Jurtencamp, in die Nähe des atemberaubenden KölSuu-See. Wir sind sehr nahe der Chinesischen Grenze und daher wird diese Strasse kontrolliert. Bereits um den Mittag treffen wir beim Jurtencamp ein, und essen etwas. Für die letzte Etappe zum See benötigen wir nun Pferde, da der hüfttiefe Fluss eine Durchquerung per Motorrad verunmöglicht. Der KölSuu See ist eine Augenweise, eingelassen in schroffe Felsen und weitab jeglicher Zivilisation. Der türkisfarbene See ist durch einen Bergsturz gestaut und der Wasserstand variert je nach Niederschlägen und Schneeschmelze. Der Pferderitt von insgesamt rund 3 Stunden durch diese Bergwelt ist für viele Motorradfahrer ein unvergesslich tolles Erlebnis, besonders für die “Pferde-Anfänger” unter uns.
Durch ein unendlich grosses und breites Flussbett ohne richtige Strasse geht es in harter Offroadfahrt zum Torugart-Pass, einem wichtigen Grenzübergang nach China in die Metropole Kashgar. Dieser Weg ist erst ab August mit dem Motorrad fahrbar, wenn es weniger Schmelzwasser im Fluss hat. Beim Torugartpass fahren wir nicht nach China, sondern nehmen die gut ausgebaute Strasse Richtung Norden. Wir kommen unserem Tagesziel näher. Als „Dessert“ und fahren auf einer Kiesstrasse in die Berge voller Murmeltiere und gelangen nach Tash-Rabat, ein alter Karawanenort auf 3000 m Höhe. Wir übernachten in einer gemütlichen Jurte. Unsere Gastwirtfamilie heizt für uns die Sauna.
Heute ändern sich Landschaft, Farben und Bergketten fast stündlich! Ein Höhepunkt ist der MELS-Pass (Marx-Engels-Lenin-Stalin- PASS) mit 3400 m Höhe. Der Name erinnert an die Sowjetische Vergangenheit dieser Region. Der Pass hat zwischenzeitlich einen neuen Namen erhalten, welcher aber kaum genutzt wird. Wir befinden uns mitten im Tien Shan. Diese Gebirgskette liegt an der Grenze zu China. Wir essen in Baetov und fahren weiter über staubige Schotterpisten. Die heutige Etappe endet in Kazarman einer Goldminen-Stadt. Dort können wir wieder duschen und haben Internet.
Die Fahrt nach Gülcha ist lang, doch sehr abwechslungsreich. Der 3062 m hohe Kaldama-Pass hat bei der Passhöhe bis im Juli Schnee am Strassenrand. Wir fahren runter in die Ferghanaebene. Bei Özgen biegen wir Richtung Süden ab und fahren über malerisches Bergland weiter nach Gülcha. Wir übernachten in einem komfortablen Homestay.
Wir fahren über gut ausgebaute Strassen ins Hochtal von Sarytash. Vor Sarytash wählen wir einen sehr kleinen, knapp fahrbaren Weg Richtung Sary Mogul, wo uns nur einige Hirtenfamilien begegnen. Der Landgruiser hat mehr Mühe mit diesem schmalen Weg als wir mit den leichten Motorrädern. Vor uns liegt eine majestätische Bergkette mit bis zu 7000m hohen Berggipfeln. Wir fahren zum Fuss des Pik Lenin, welcher mit 7134m ü M. eine gigantische Kulisse zum Jurtencamp bildet. Vor uns weiden Yaks und wir geniessen die Ruhe in dieser eindrücklichen Bergwelt.
Wir fahren zurück nach Osh und zurück in die „Zivilisation“ mit gutem Hotelstandard und den gewohnten Annehmlichkeiten. Wir geben – glücklich, müde und voller Eindrücke – die Motorräder ab.
Früh am Morgen werden wir zum Flughafen gebracht und fliegen glücklich nach Hause.
Inbegriffen
Nicht Inbegriffen
Honda CRF 250L

ca. 2200 km / Preis: 4600 .- CHF
· Einzelzimmerzuschlag (Unterwegs nur teilweise möglich möglich) 450 .- CHF
. Honda CRF 250L
. Schadendeckungsversicherung Motorrad pro Tag 15 CHF





